Aktuelles
Hoffnung in schweren Zeiten nur in Europa!
Krisen machen nicht an Grenzen halt – Solidarität auch nicht.
Europa steht vor großen Herausforderungen. Krieg, Flucht und autoritäre Bedrohungen erschüttern unseren Kontinent. Doch gerade in diesen Zeiten zeigt sich, dass Solidarität nicht an Landesgrenzen endet. Auch hier in Heiden tragen wir unseren Teil dazu bei, für Frieden, Menschlichkeit und Zusammenhalt einzustehen. Derzeit leben wir in einer unruhigen Welt, in der sich Grenzen in Europa verschieben, wie zuletzt vor fast 100 Jahren. Putin glaubt, sich die Ukraine und auch Teile der EU einverleiben zu können. Seine Generäle sprechen im russischen Fernsehen sogar davon, bis nach Berlin vorzurücken. Doch die Wahrheit ist: Das ist nichts als Drohgebärde. Russland plagt sich bereits damit, die eroberten Gebiete überhaupt zu halten.
Wir in Europa haben genug Diktatoren erlebt.
Deshalb unterstützen wir die Ukraine politisch, finanziell und menschlich. Selbst unser kleines, aber starkes Heiden trägt dazu bei: Wir kümmern uns um ukrainische Geflüchtete, helfen bei der Integration und zeigen, dass Solidarität keine Grenzen kennt. Genau das fürchten Menschen wie Putin am meisten, den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung der Bevölkerung. Und genau hier sticht unser Dorf hervor: Wir handeln, statt nur zuzusehen, und darauf können wir in Heiden zu Recht stolz sein.
Heiden hilft aktiv
Heiden hilft nicht nur durch die Aufnahme von Geflüchteten. Wir zeigen auch tatkräftig, wie gelebte Solidarität aussieht.
Als unsere Feuerwehr neue Fahrzeuge bekam, wurden die alten nicht verschrottet, stattdessen gingen sie in die Ukraine, wo sie bis heute Menschenleben retten. Diese Entscheidung steht sinnbildlich für eine Haltung, die wir als Jusos unterstützen: Ressourcen nutzen, wo sie dringend gebraucht werden, und pragmatisch helfen, statt tatenlos zuzusehen.
Unser Auftrag als Jusos
Gerade in diesen Zeiten ist es unsere Aufgabe als Jusos, diese Haltung weiterzutragen. Wir dürfen nicht in Ohnmacht oder Resignation verfallen, sondern müssen laut und sichtbar für Frieden, Demokratie und Menschenrechte eintreten. Wir müssen zeigen, dass Solidarität mehr ist als ein Wort. Sie ist eine Haltung, die wir leben und in die Politik tragen.
Wir haben viele Herausforderungen zu meistern: die Klimakrise, Kriege und humanitäre Katastrophen, den Kampf gegen Armut und für bessere Lebens und Arbeitsbedingungen für alle Menschen. Und dabei ist klar, dass das nicht alleine geht. Wir müssen die ganze Welt mit im Blick haben, wenn wir wirklich etwas verändern wollen.
Die Rolle der EU
Gerade die Europäische Union kann dafür ein Schlüssel sein. Die letzten Jahre haben leider gezeigt, dass hier einiges schiefläuft, sei es beim Umgang mit Geflüchteten, mit Menschenrechtsverletzungen, dem Abbau von Demokratie wie in Polen und der Ukraine oder auch Steuerdumping. Unser Ziel ist es, dass die EU mehr ist als nur eine Wirtschaftsunion. Sie soll auch eine Sozialunion sein. Das heißt, dass wir wirklich solidarisch miteinander umgehen: durch faire Steuern, auch für Unternehmen, gemeinsame Bekämpfung der Klimakrise, eine echte Asylpolitik und gemeinsame Investitionen.
Aber die Welt ist mehr als nur Europa.

Deshalb setzen wir uns für die Durchsetzung von Menschenrechten auf der ganzen Welt ein, für ein Wirtschaftssystem, das nicht nur den Westen bevorteilt, sondern gleichen Zugang für alle gewährt. Und wir kämpfen für die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte und ihrer Auswirkungen auf heute. All diese Prozesse passieren nicht von heute auf morgen, es ist ein langer Weg. Wir wollen Europa zu einer Sozialunion machen, nicht nur für wirtschaftliche Interessen, sondern auch, um Menschenrechtsverletzungen innerhalb der EU aktiv entgegenzutreten.
No borders – nein zur Festung Europa
Europa sollte Menschen auf der Flucht Zuflucht und eine Perspektive bieten. Die Zustände der Camps an den europäischen Außengrenzen, die illegalen Pushbacks im Mittelmeer und die Geldtransfers an korrupte Regime sind Zeichen einer gescheiterten Migrationspolitik. Asyl ist ein Menschenrecht und damit ein Gut, das wir verteidigen und schützen müssen. Nur legale und sichere Fluchtrouten können das Sterben im Mittelmeer beenden. Wir fordern eine europäische Migrationspolitik, die Geflüchtete schützt und die Verantwortung gerecht auf alle Schultern verteilt, statt sie den Staaten im Süden Europas zuzuschieben. Ein offenes Europa setzt eine Seenotrettungsmission im Mittelmeer ein, anstatt Geflüchtete abzuwehren oder private Seenotretter*innen zu kriminalisieren. In Europa gibt es zahlreiche Kommunen, die Geflüchtete unabhängig vom Kurs ihrer jeweiligen Staatsregierungen aufnehmen wollen. Diese Bereitschaft muss gestärkt werden, finanziell, aber auch durch den Abbau bürokratischer Hürden.
Information zum Autor: Dominik Schreiber, findet: „Europa ist wie eine WG – manchmal nervt’s, aber ohne wird’s richtig ungemütlich.“
Autor*in